Bergblut

Bergblut

Philipp J. Pamer (Drehbuch)

Originaltitel Bergblut

Genre Drama

Land & Jahr Deutschland 2010

FSK & Länge 122 min.

Regie Philipp J. Pamer

Darsteller: Inga Birkenfeld, Wolfgang Menardi, Manfred-Anton Algrang, Verena Plangger, Martin Maria Abram, Verena Buratti

Bergblut

Bergblut erzählt die Geschichte eines Liebespaares inmitten der Tyroler Volksaufstände von 1809. Dabei müssen sich die bayerische Arzttochter und ihr tyroler Mann einem Leben stellen, das von Armut, Religion und dem unbändigen Freiheitswillen der Menschen im Alpenkronland Tyrol geprägt ist. Kein einfaches Leben zu der damaligen Zeit.

Philipp J. Pamer (HFF-Absolvent) erzählt die Geschichte Tyrols um die Aufstände von 1809. Wurde doch letztes Jahr das Andreas Hofer Jahr gefeiert. (200 Jahre) Der Aufstand des Bergvolkes gegen Bayern und Frankreich. Andreas Hofer (Anführer der Revolte) wurde nach seiner Festnahme in Mantua erschossen. Auch heute ist seine Geschichte noch aktuell, in Schulen wird über ihn gesprochen und diskutiert. Obwohl es schon eine Menge Andreas Hofer Filme gibt, hat es der Filmstudent Philipp J. Pamer geschafft, für seinen Abschlussfilm nicht einen reinen Hofer-Film zu kreieren, der Film zeigt mehr.

Es geht um eine junge Bayerin, die sich mit dem Südtiroler Bergvolk jeden Tag auseinander setzen muss. Die Kultur ist eine andere, die Sprache, die Gefühle, Bayern und Tirol, dazwischen liegen Welten, die Mentalität der Bergbauern, all das rückt in den Vordergrund.

Tolle Panorama-Aufnahmen, original Schauplätze, die Höfe und Almen, die Südtiroler Bergwelt eine traumhafte Kulisse. Auf der Leinwand einfach nur ein Traum, was mit viel Aufwand und Mühe betrieben wurde.

Die Darsteller sorgen für den Rest, so dass ein einzigartiger Film entstanden ist, wie wir ihn noch nicht gesehen haben.Sie sind in Ihren Rollen so drin, ohne viele Worte, oft nur Blicke, Gesten beweisen uns, dass sie sich alle mit dieser Geschichte mehr als auseinandergesetzt haben, sie lebten sie.

Die Hauptdarsteller Katharina und Franz sowie ihre Beziehung stehen im Mittelpunkt, das Leiden, die Angst, das Vermissen, die Enttäuschungen, der Kampf um die Liebe. Am Ende wird jedoch mehr über Andreas Hofer gezeigt, was ich persönlich schade finde, der Fokus verschiebt sich.

Es scheint schwierig, Andreas Hofer zu erwähnen, er spielte immer eine große Rolle und so findet man doch meistens ein Ende mit ihm. Die Erschiessung. Schade, der Rest des Filmes der Hammer.

Sehenswert…

 

 

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