Sex mit Monika Kruse oder stell Dir vor es ist Pop und keiner geht hin


Johannes Finke
Geschrieben von Astra

Verlag: Lautsprecherverlag, Stuttgart - Lyrik und Shorties aus den Neunzigern

Ist es doch eine Herausforderung für mich, endlich mal wieder eine Buchbesprechung, lang war es her und ich finde immer mehr Gefallen an den Büchern diverser Künstler, die einfach frei von der Leber schreiben, ihren Gefühlen freien Lauf lassen, eine Gradwanderung vielleicht sogar sich selbst zu finden, auszudrücken, zu entdecken...

Lautsprecherverlag ist neu für mich und somit auch spannend zugleich, eine neue Erfahrung, die wie ich weiss, mein Leben bereichern wird, entdeckte ich doch kürzlich beim Besuch einer Freundin hier in Freiburg noch verwaschen an einer Hauswand geschrieben „Lautsprecherverlag", reimte mir so 1 & 1 zusammen und dachte mir wieder, dies ist Schicksal und Fügung, eine Bestimmung, mich nun zu öffnen für neue Hemisphären, interessante Gespräche, die mir zuvor nicht bekannt waren.

Im Buch selbst entdecke ich das der Autor Johannes Finke zuvor auch einige Zeit in Freiburg verbracht hatte und auch hier schon den Lautsprecherverlag führte. Kurze Einführung über Johannes Finke: Geboren 1974 in Marbach am Neckar, Schrifsteller und Herausgeber verschiedener Anthologien zu neuer Literatur, Philosophiestudium und ich sehe, wow, Ex-Skater, Ex-Guitarplayer und Ex-Tennisass. Ich bin beeindruckt über die Kreativität der Menschen um mich herum, manchmal erschreckend, doch positiver Natur. Nun starte ich durch mit der eigentlichen Buchbesprechung, also „Watch Out":

Was für ein Irrgarten der Gefühle, ein Labyrinth, gigantische Shorties, dachte ich mir nach der ersten Lesung dieses Buches von Johannes Finke.Ich nahm mir die Freiheit das Buch gleich nochmal zu lesen, um es noch besser nachzuvollziehen was der Autor der Menschheit nahe legen möchte, oder was sein eigener Funfaktor bei der Schreiberei ist. Für mich ist es eigentlich eine einzige Fahrt mit einigen kleinen, kurzen Ausfahrten, um Stops einzulegen, um neuen Atem zu schöpfen und doch bleibt es für mich eine lange Geschichte aus dem Leben gegriffen, wie Finke es so überzeugend schafft, es alles leicht, locker und geschmeidig in Worte zu fassen.Herausragend, spannend, romantisch zugleich erfahren wir von Drogen, guter Musik (wow J.F. erwähnt die Manic Street Preachers, einfach göttlich), es geht ums Skaten, Berlin, Amsterdam und dem etwas ländlichen Freiburg."Wo man Drogen mit dem Fahrrad besorgt..."

Ich bin überzeugt worden von einer für mich kultigen Trash-Literatur, kurz und knapp gefasst, macht es mich an zu lesen wie Menschen abgehen können, ja ich fahr geradezu drauf ab, wortgewandt, nicht auf den Mund gefallen, frech übers Wixen, Schwänze, Tanztabletten und den nie zuvor vorhandenen Sex mit Monika Kruse zu träumen und zu schweben in Hemisphären einer neuen Generation, nannten sie es X oder Z, it doesnt matter, ich finds oberfett. Erwähnt Finke auch den Devil und genauso gegenteilich die schönen, allzu weißen, weichen Schneeflocken.

Es spiegelt sich die Seele des J.F. wieder und ich vergötter schon jetzt seine allzu weise Art, ich habe sehr viel Respekt vor solch „eigenartiger" Schreiberei und belohne dieses Buch mit einer „nur" positiven Kritik.Der Wahnsinn der uns alle immer wieder beflügelt und weiterkommen lässt, in jedem steckt ein kleines bisschen Wahnsinn.Klasse, wir wollen mehr... (Kunst ist die Freiheit der Gedanken)

Dank an J.F. für dein Vertrauen.

Astra

 

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